Seit Ende letzten Jahres machte sich der RV Wiesenbach sorgen um Schulpferd Gary. Gary lief sehr „unsauber“ auf der rechten Hinterhand. Zwei Jahre zuvor hatte Gary ein ähnliches Problem hinten links. Ursächlich waren zunächst Kalkablagerungen am Gleichbein und dann ein Fesselringbandsyndrom. Ersteres wurde mit Stoßwellen erfolgreich behandelt, letzteres machte eine Operation und einen 10-tägigen stationären Aufenthalt in der Tierklinik notwendig. Nun vermutete man etwas Ähnliches hinten rechts. Die Untersuchungen des Tierarztes vor Ort und die bildgebende Diagnostik in der Tierklinik ergaben jedoch keinen eindeutigen Hinweis auf die Ursache. Es wurden verschiedene Hufbeschläge ausprobiert, deren anfänglicher Erfolg aber nicht lange anhielt. Schließlich wandte man sich im Februar an den Physiotherapeuten Nicolai Schober mit Fortbildungen in den Bereichen Manuelle Therapie, Akupunktur, Chiropraktik, Osteopathie und Kinesiotaping. Nicolai Schober vermutete aufgrund Garys Gangbild, dass das Pferd keine Probleme mit dem Hinterbein direkt hat, sondern Schwierigkeiten, die Bewegung nach dem Aufsetzen des Hufes kraftvoll nach vorne zu übertragen. Tatsächlich fand er nach Untersuchung des Rückens eine Blockade im Beckengürtelbereich. Er löste die Blockade und wie sich zeigte erfolgreich, denn Garys Gangbild ist seitdem unauffällig und entspannt.
Auch die Schulpferde Markus, Paradoks und Bulli erhielten eine Untersuchung und Behandlung durch den Physiotherapeuten. Bei Bulli fiel auf, dass seine rechte Gesäßmuskulatur nicht ganz so ausgeprägt war wie die linke. Herr Schober löste eine Blockade im unteren Hals-/oberen Brustwirbelsäulenbereich. Dies soll es Bulli erleichtern, besser in die Rechtsstellung zu gehen. Paradoks erhielt vor der Mobilisation der Wirbelsäule zur Herabsetzung der Muskelspannung eine sog. Trigger-Akupunktur in die verhärteten Bereiche der Muskulatur entlang der Wirbelsäule. Markus wurde als rundum wohlgenährt und „ohne Baustellen“ befundet.
CW

